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25.11.2017

News Archiv
Nach gescheiterter Klage 
Festnahmen und Blockaden am Tagebau Hambach

Kerpen -
Nach der gescheiterten Klage gegen die umstrittenen Rodungen im Hambacher Forst, haben Braunkohlegegner im betroffenen Gebiet eine Bahnstrecke für mehrere Stunden blockiert. Der Betrieb der Hambachbahn sei eingestellt worden, Teilstücke der Gleise hätten entfernt werden müssen, teilte eine Polizeisprecherin am Samstag mit. Sechs Aktivisten, von denen sich bereits in den frühen Morgenstunden einige an die Bahngleise gekettet hatten, wurden vorläufig festgenommen. In Kerpen wurde zudem eine Trafostation in Brand gesetzt und zerstört.Umweltschützer wollen in die nächste gerichtliche Instanz. Am Tag zuvor hatte das Verwaltungsgericht in Köln eine Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in erster Instanz abgewiesen und somit die Fortführung des Braunkohletagebaus ermöglicht. Der BUND wollte dies ebenso verhindern wie die anstehenden Rodungen im uralten Hambacher Forst.
Der BUND stellte nach eigenen Angaben unmittelbar nach der Gerichtsentscheidung beim Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) einen Antrag, um die Rodungen vorerst zu verhindern. Außerdem wollen die Umweltschützer in die nächste gerichtliche Instanz gehen. Nach Überzeugung der Richter verstößt die Rodung des Hambacher Waldes nicht gegen europäisches Umweltrecht.

Seit Jahren spitzt sich der Konflikt um den Forst zu. Neben friedlichen Protesten gibt es immer wieder Attacken auf RWE-Mitarbeiter und Polizisten. Die Aachener Polizei rechnet bei den anstehenden Rodungen mit Widerstand und hat sich auf einen größeren Einsatz eingestellt.

–Quelle: (dpa) rundschau
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